Die letzten ‚Meter’….

Foto aus dem Golf von Aden

Noch ca. 400 Seemeilen zittern…

…und Gunnar ist aus dem Gröbsten raus. Aber seit Stunden hat Gunnar wieder überhaupt keinen Wind… und DAS direkt vor der Küste Somalias! Am frühen Morgen schickte mir Gunnar das Foto. Es könnte ja ganz romantisch sein, wäre es dort nicht so gefährlich!

Verrückte Welt, Corona-Virus, Krieg in Jemen, Sudan und Eritrea, Piraten, Mama im Krankenhaus,
… Lotta und ich freuen uns schon sehr auf Gunnars Arme!

E-Mail-News von Gunnar

Gestern ist hier bei mir plötzlich mit einem Knall die Reffleine vom ersten Reff gerissen. Die neue, die ich in Neuseeland gerade gekauft hatte. Das Segel schlug bei wenig Wind einmal rein und da knallte es auch schon. Da kann man mal sehen, was da für ein Druck entsteht. Das ist eine 12mm dicke Leine!!

Hab ich dann aber während des Segelns noch wieder repariert…

Nun bin ich hier mittlerweile mittendrin im Piratengebiet… Hoffentlich geht alles gut. Wenigstens habe ich noch guten Wind zum Segeln…

Natürlich habe ich auch Angst und bin froh, wenn ich hier heil durchkomme…
Aber es nützt ja nichts. Bin ja nun mittendrin. Von den Franzosen sieht und hört man nichts. Wer weiß, wo die sind. Die sind ja auch erst am nächsten Morgen los und ich bin ja die ganze Zeit recht schnell unterwegs.
Ich denke nicht, dass die da mithalten können.
24 Stunden sind wieder rum. Das war jetzt der 6.Tag .
164,2 Seemeilen seit gestern 17:00Uhr! Das beste Etmal seit den Malediven. Hab nun in den letzten 6 Tagen 860 Seemeilen gesegelt… Echt gut…

Heute war schon wieder ein Marlin an der Angel. Der hat mir jetzt auch noch 400m Schnur abgerissen.
Danach hatte ich keine Lust mehr, die Angel wieder rauszubringen. Zum Fangen sind wir einfach zu schnell gesegelt.

Der schwierigste Teil…

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…liegt vor uns, besser gesagt, vor Gunnar…
Aber uns – hier zu Hause in Hamburg- ist auch nicht ganz wohl.
Gestern (12. Februar gegen 15 Uhr), hat Gunnar in Uligan auf den Malediven ausklariert und sich auf den direkten Weg nach Ägypten gemacht.

Nun schon das zweite Mal… und man könnte sagen, Gunnar ist inzwischen ein alter Hase, aber auf dieser gefährlichen Segelstrecke durch das Piratengebiet nützt ein dickes Hasen-Fell auch nicht viel.
Aber wie immer…wir denken positiv und mit gesetztem Segel, Wind (noch) aus der richtigen Richtung und durchschnittlichen 6 Knoten, fühlen sich die ersten Seemeilen gut an.
Wenn alles gut geht, – nein, anders – es WIRD alles gut gehen – treffen wir uns Anfang März vor dem Robinson Soma Bay!

Die aktuelle Position geben wir aus Sicherheitsgründen nicht durch, aber Ihr kennt ja den Link… (-:

 

 

 

Pool-Position im Robinson Noonu !

Nützt ja nix !

Wir könnten natürlich auch betrübt in der Ecke im Schatten hocken und traurig darüber sein, dass Susann und Lotta morgen wieder zurückfliegen…

Würd’s was ändern…?

So genießen wir doch lieber unsere vorerst letzten gemeinsamen Momente noch in toller Stimmung …hier …in dem schönen Robinson Club Noonu auf den Malediven!

Was morgen ist – ist eben morgen…!

🙂

Frohes Neues Jahr ! Ihr Lieben!

Wir hoffen, dass Ihr alle gesund und glücklich ins neue Jahr gerutscht seid und Euch freut, es mit schönen, glücklichen, zufriedenen, genussvollen und auch neuen Erlebnissen und Abenteuern füllen zu können. Unsere Ferienzeit auf den Malediven geht nun langsam zu Ende und Lotta und ich fliegen am 04.01. wieder nach Hause. Gunnar wird sich (hoffentlich!) Ende Januar auf den Weg Richtung Rotes Meer aufmachen und ca. am 29.02 vor dem Robinson Soma Bay gesund und unbeschadet vor Anker gehen. Dort treffen wir uns wieder und verbringen dann die Frühjahrsferien gemeinsam bis 14.03 im Club. Auch Gila wird endlich wieder dabei sein, worüber wir uns sehr freuen!

Ulligam-Hamburg-Ulligam…

Am 30.November packte ich meine Sachen, überprüfte den Anker der Thalassa noch einmal gründlich und machte mich auf den Weg nach Male.

Seit dem 26. September sind wir nun schon auf den Malediven.

Unser 90-Tage-Visum läuft somit am 25.Dezember ab, und ich muss bis dahin einmal das Land verlassen. Weitersegeln kann ich vor Mitte/Ende Januar eigentlich nicht.

Bevor ich nun unnütz in eines der Nachbarländer, Indien oder Sri Lanka fliege, habe ich mir einen Low-Budget-Flug nach Hamburg gegönnt.

Es ist zwar eine halbe Weltreise von hier im Nordatoll nach Male und dann weiter nach Hamburg, aber es lohnt sich ! Und einen Haufen Termine habe ich für meinen Aufenthalt in Deutschland auch schon reserviert. Es ist ja doch immer mal das eine oder andere…

 

Tipp des Tages.

Lange ist es her, dass ich hier einen Beitrag erstellt habe.

Unschön.
Und dabei gibt es eigentlich mittlerweile VIEL zu erzählen. Aber das kommt später…

Heute gibt es auch nur etwas langweiliges. – Technik/Reparaturen ! –

Jeder Segler mit eigenem Boot kennt es wahrscheinlich. Nach einigen Jahren fangen die Relingsdurchzüge an, zu rosten. Die ehemals strahlend weißen Durchzüge bekommen hässlich braune Flecken und werden unansehnlich. Das ist nicht zu vermeiden. Dann müssen neue her – und weil die Spanner mit den alten verpresst sind, müssen diese auch gleich noch erneuert werden.

Auf der Thalassa ist das nicht anders.
Ich ärgere mich schon eine kleine Weile darüber, hab aber immer mal mit weißem Tape kosmetisch gepfuscht.

Heute ist ein etwas regnerischer, unbeständiger Tag – also perfekt für das, was immer schon mal fällig war: Einen Relingsdurchzug nehme ich mir daher heute mal vor…

Durch diese Art der Reparatur kann ich unsere gut 70 Meter Reling für ca. 30,- Euro erneuern, da ja nur die defekten Stellen großflächig repariert werden. Die Übergänge sind nicht zu erkennen.

Sie kann nun weitere 20 Jahre halten.

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Heute kein Seafood…

Als ich heute morgen wach wurde, bemerkte ich nahe der Thalassa 5 Fischer, die dort im Wasser schwammen und mit Brille und Flossen bewaffnet, den Grund abgrasten.

Im Bottich, den sie hinter sich herzogen, hatten sie schon einiges an Muscheln und Octopus gesammelt.

Mein Appetit war geweckt und so beschloss ich, ebenso meine Sachen zu packen und auch mein Glück zu versuchen.

Leider hatten sie -für heute- schon ganze Arbeit geleistet. Es gab für mich nichts mehr zu fangen.

Aber interessant und schön war es dennoch !