Raus aus der Badewanne

2 Tage schönstes Badewannen-Baden, aber irgendwann ist auch die schönste Badewanne abgetaucht und wir entscheiden uns abends um 19:30 Uhr ankerauf Richtung Karacaoren Buku zu gehen.

Ein schöner Sonnenuntergang und ruhige See begleiten uns. Wir möchten in Buku frühstücken gehen. Laut Internet soll es dort ein kleines, ursprünglichen Restaurant in einer kleinen Bucht geben… So langsam wird aus unserer Segelreise eine Schlemmerreise…
Aber was wirklich schlimm geworden ist, ist der ganze Plastikmüll an den Buchten und Stränden. Es gibt kaum noch ein Plätzchen, wo kein Plastikmüll liegt. Es ist schlimm zu sehen, und wir möchten auch nicht die Augen davor verschließen. Vor den Hotels und Clubs werden jeden morgen vor Sonnenaufgang die Strände gesäubert. Deshalb bekommt man als Hotelgast nicht viel von dem ganzen Ausmaß mit. Aber dadurch, dass wir auch Buchten ansteuern, wo keine Straßen, keine Hotels oder sonstige Zuwege hinführen, tut es uns in der Seele weh, zusehen zu müssen, wie unsere kleine unbeschwerte Lotta barfuß über leere Plastikflaschen, Mülltüten, leere Shampoo, Öl,- Duschgel,- Flaschen und sonstigen Plastikmüll steigen muss, während sie mit ihrer noch kindlichen, glücklichen Art Muscheln sammelt.

Lotta hatte uns noch einen schönen Schlafplatz an Deck vorbereitet, damit Gunnar nicht allein durch die Nacht segeln muss…( nagut , gegen Mitternacht sind wir dann doch in die bequeme Koje umgezogen und Gunnar musste dann die Nacht vor dem Steuer allein genießen😒)
Als Lotta und ich am nächsten Morgen an Deck gingen, kam aber keine so gute Stimmung auf. Das war dann doch nicht so DAS was uns gefällt (viel zu viele Boote an einem kleinen Fleckchen Bucht mit einem Restaurant) und wir entscheiden uns, gleich wieder ankerauf zu gehen und Richtung Fethiye zu segeln

( Gunnar hat einen starken Kaffee gegen die Müdigkeit bekommen – NEIN wir haben ihn nicht gezwungen, wir sind uns – fast immer -ALLE einig)

Ein weicher Morgentau hängt in der Luft, das Deck ist noch leicht feucht von der Nacht, es ist einfach wunderschön ganz früh morgens los zu segeln, einer der schönsten Momente eines Tages…

VATI

Wir sind gut in KAS angekommen. Bei uns heißt KAS auch nicht KAS sondern VATI, eines unserer Lieblingsrestaurants in der Marina von Kas…Und zum Glück war auch unser Tisch noch frei😀 Und DANKE nochmal an Gila für die Einladung zum Essen!! Es war ein sehr schöner Abend!

Freibier gab`s gestern

Mit einem schönen Sonnenaufgang gingen wir morgens um 06 Uhr ankerauf von Olympus Beach nach Ücagiz

In Ücagiz waren wir letztes Jahr auch (wie kann es auch anders sein) Aber DIESEN Geheimtipp hatten wir komplett übersehen, obwohl wir daran vorbeigegangen sind. Klein, unscheinbar, sehr traditionell und direkt im kleinen Hafen… Der gegrillte, frische Fisch war der beste, den wir bis jetzt gegessen haben, ehrlich! Erst später lasen wir mehrfach in Segelbüchern (Hassan hatte uns natürlich auch eines gezeigt), dass Hassen der beste Koch im Mittelmeer sei! DAS können wir bestätigen!

Der frische Fisch wird von Hassan direkt am Restaurant ausgenommen (nicht für jeden was, für uns aber schon)

Und den Spruch haben wir erst später auf dem Foto entdeckt – über der Feuerstelle….
FREIBIER gab`s gestern!! 😁

auf dem Kieker

…hat uns heute mal die Coastguard … Zum Glück haben wir alle Scheine, Lizenzen und sonstige Kopien vorliegen und konnten nach einer gefühlten Ewigkeit dann endlich ins Kajak steigen um an den Strand zu paddeln…

um wieder unser Restaurant vom letzten Jahr anzusteuern. Wir mussten feststellen, wie langweilig wir doch eigentlich sind! Die gleichen Buchten wie im letzten Jahr, die gleichen Restaurants und.. ich mag es kaum sagen… dann immer auch noch der gleiche Tisch… da stimmt doch was mit uns nicht😀

(Foto unten noch mit Blinddarm im letzten Jahr)

UND: Wir schaffen es sogar, FAST auf dem gleich Platz zu ankern wie im letzten Jahr … echt langweilig!

dieses Jahr

Wird Zeit, dass wir nach Kas kommen, dann geht es natürlich auch nochmal in das selbe Restaurant (hoffentlich ist UNSER Tisch noch frei😃)…aber dann wird es spannend für uns, ab da, gehen wir auf neue Spurensuche und trauen uns mutig aus unseren vertrauten Gefilden hinauszutreten, in die weite Welt…

Wassnu mit Fisch?

Unser erster Tag unter gesetzten Segeln war ein Tag wie im Bildersegelbuch und die Schufterei, die Kosten und Mühen davor, haben sich alle gelohnt. Unser neu erworbener Kühlschrank hält, was er verspricht, das Wetter ist ganz nach unserem Geschmack, der Wind kam aus der richtigen Richtung und ein neues Kamel ist jetzt auch mit an Bord😊

Nach dem wilden Ritt auf dem Kamel …der verdiente Schlaf…

Ein Fussbad im schönsten Blau der Welt

Und das Essen hat auch geschmeckt….
NUR… Gunnar hat den versprochenen Fisch leider nicht geangelt und trotz des ständigen Genörgels:
Wassnu mit Fisch Papa ?!“
hat es der guten Laune keinerlei Abbruch getan…

Vor Anker in der Bucht von Side, mit Eiswürfeln und guten Getränken aus der Kühlbox …Okay…Schluss jetzt…
kitschig…echt kitschig…aber wirklich schön war`s!

Vielleicht haben wir es uns auch nur noch nicht abgewöhnt, uns über die Dinge zu freuen… ZUM GLÜCK !

Costa Rica wir kommen

Es geht los… natürlich nicht gleich nach Costa Rica -Insider für Geli und Berni !- aber die grobe Richtung stimmt schonmal…

Immer dieser Stress vor dem Ablegen.

Proviantieren ( fängt mit 150 Liter Wasser in Flaschen an und hört mit 40 Eiern auf, dazwischen ist eine lange Liste ähnlicher Stückzahlen) dann alles verstauen, das Boot klarieren, Deck schrubben, Diesel- und Wassertanks füllen, und vieles vieles mehr.

Aber nun ist es geschafft, wir sind startklar und unsere zweite Weltreise kann beginnen.

Hier in der Marina Alanya fällt in einer Stunde der Startschuss, wir freuen uns sehr und extra für diesen Anlass haben wir natürlich auch schon eine gute Flasche „Sekt“ kaltgestellt 😊

Vorher waren wir noch 1 Woche im Robinson Nobilis und haben ordentlich Speck angefuttert. Lotta hat dort im Club den Katamaran-Segelschein gemacht und natürlich bestanden !

Wegen des hohen Inzidenzwertes auf Zypern werden wir leider leider nicht dorthin segeln. Dabei hatten wir alles so schön geplant. Aber Planen paart sich meist nicht gut mit Segeln. Wir werden daher zunächst Kurs Richtung türkische Ägäis nehmen, von da aus ist es dann ja auch nur noch ein Katzensprung bis zur nächsten Etappe – den Kanarischen Inseln.

WIR wollen Meer!

…und DAS so lange und so viel wie möglich . Wir waren inzwischen auch sehr fleissig und können es kaum abwarten, endlich wieder ankerauf zu gehen um der Sonne entgegenzusegeln.
Nun geht es los!!! Wir haben unseren Flug gebucht und freuen uns wie kleine Kinder!
Zuerst werden wir noch 1 Woche im Robinson Nobilis verbringen, bis das Unterwasserschiff ganz fertig ist. Gunnar wird dann erst einmal allein in die Marina nach Alanya zum Boot fahren und die letzten technischen und stylischen (wir bekommen auch neue Vorhänge!) Arbeiten erledigen.

Lotta und ich bleiben so lange im Club – nur kein Stress (reicht ja, wenn Gunnar den hat) 😁 – aber sobald die Thalassa ins Wasser gelassen wird, kommen wir nach.

Dann wird erst einmal ordentlich proviantiert und der neue Kühlschrank sowie das neue Gefrierfach gefüllt.
Wir haben uns für die Langfahrt nach langem Überlegen dann doch endlich die Engel Kühl-Gefrierkombination gegönnt – autsch – die war richtig teuer. Doch wir brauchen nunmal einfach viel Platz für den frisch geangelten Fisch, nützt ja nix. Und Gin Tonic schmeckt auch besser mit Eis!

Unser Plan ist es, erst einmal nach Kas zu segeln, zu unserem Lieblingsrestaurant VATHI. Von dort aus nehmen wir dann direkten Kurs auf Zypern. Wir möchten uns nicht nur den dort neu eröffneten Robinson Cyprus anschauen sondern auch die Insel… Den griechischen UND den türkischen Teil… Danach geht es wieder zurück nach Kas und wir wollen alle gemeinsam zum Robinson Sarigerme segeln.

Von Sarigerme aus fliegen Lotta und ich erst einmal zurück – die Schule wartet – und Gunnar segelt (wahrscheinlich wieder Non-Stop) Einhand zu den kanarischen Inseln…

Das Tor in die Ferne wartet!

Unsere Thalassa bekommt gerade ein komplett neues Unterwasserschiff und wird mit Coppercoat beschichtet.

In der Marina Alanya sind schon alle fleißig…

Auch die Sonnenblenden auf den Fenstern haben wir erneuert. Anthrazit gefällt uns dann doch besser als rot😊

… Heute auf Youtube :

Anklicken!

Thalassa muss raus…

Mal wieder fast nur Technik!

Für heute morgen habe ich einen Krantermin abgemacht. Thalassa soll den Winter über ja an Land stehen. Um 9:00 Uhr „schlüpfen“ wir im wahrsten Sinne in den Slip.

Breiter darf die Gute wirklich nicht sein!

Drin!

Kaum, dass wir an Land stehen, – Thalassa hängt sogar noch in den Gurten – fegt ein Gewittersturm durch den Hafen! Glück gehabt!

Nach dem Regen mache ich mich dann an die Arbeit. An beiden Saildrives wird das Öl abgelassen. Steuerbord ist es schon recht milchig geworden, was auf Wasser darin hinweist. Im Backbord-Saildrive sieht es noch etwas besser aus, aber auch darin findet sich, wie man an der gräulichen Färbung erkennt, etwas Wasser. Hier hatte ich das allerdings auch erwartet, da ich auf den Malediven ja den schadhaften Propellerschaft im Saildrive erneuert hatte, und sicher ein wenig Feuchtigkeit verblieben ist.

Also demontiere ich Propeller, Zinkanoden und den Gehäusedeckel. Dann werden die abdichtenden Simmerringe – einer gegen das Öl im Gehäuse, einer gegen das Salzwasser von aussen – erneuert. Dies sollte eh recht regelmäßig gemacht werden. Daher habe ich auch noch entsprechende Ersatzteile an Bord.

Ich baue alles wieder zusammen und fülle in jeden Saildrive 2,8 Liter Öl (15W40)

Für heute soll es damit genug sein. Wichtig war, dass das wasserhaltige Öl rauskam. Propeller und Zinkanoden bleiben noch abgebaut. Ich will eh für die Zukunft auf zweiteilige Opferanoden umstellen. Deren großer Vorteil ist, dass sie bei Verschleiß gewechselt werden können, ohne die Propeller abzubauen. Das kann dann auch schon einmal vor Anker erledigt werden. Um zweiteilige Anoden montieren zu können, benötige ich für unseren Saildrivetyp allerdings zunächst ein spezielles Adapterkit.

Ja. Die Zeit.

Eins zwei drei im Sauseschritt, Läuft die Zeit, wir laufen mit.

Schaffen, schuften, werden älter, träger, müder und auch kälter.

Bis auf einmal man erkennt, dass das Leben geht zu End‘.

Viel zu spät begreifen viele, die versäumten Lebensziele: Schönheit, Freude und Natur, Gesundheit, Reisen und Kultur.

Darum, Mensch, sei zeitig weise!

Höchste Zeit ist’s Reise, reise!

(Wilhelm Busch)