…die Weite des Horizontes…

Zur Erinnerung an (m)einen außergewöhnlich faszinierenden Mann!
Ich werde diesen Blog für ihn weiterleben lassen.
Vergesst ihn nicht, so bleibt er bei uns!

Zeit heilt nicht meine Wunden, aber sie lässt den Schmerz aushalten.
Gunnar ist am 13. März. 2022 auf La Gomera ertrunken.
In unseren Herzen lebt er weiter, wird geliebt und niemals vergessen sein.
Er hat Lotta und mir die Welt gezeigt, hat all sein Wissen über die Sterne, das Meer und das Leben mit uns geteilt und uns dessen Sinn gelehrt.
Seine Liebe zum Meer war grenzenlos und sein Wunsch, die Welt mit uns zu teilen, hat ihn glücklich gemacht.
Dank seiner mentalen Stärke, seiner Leidenschaft zu segeln, dank seines Mutes die Grenzen zu überschreiten, konnten wir unglaublich viele unvergessliche Momente auf allen Weltmeeren zusammen leben und erleben.
Nie werde ich seinen Blick über die Weite des Horizontes vergessen.
Durch ihn bin ich glücklich.

Irgendwann sehen wir uns wieder, dann segeln wir zusammen auf den Wolken weiter.

Schluss mit Liegeplattliegen

Das Meer ruft – Wir sitzen zusammen und haben wie immer mal wieder nix als DUMMTÜCH im Kopf !!

Es ist wieder alles dabei… – Eine Überlegung wäre, unser armes altes Haus abreißen zu lassen und neu saniert aufzubauen, – oder doch lieber stattdessen ein Hausboot in Dänemark kaufen?
Es gab sogar den Plan, dass Gunnar spontan von Februar bis März zu den Bahamas segelt, damit wir gemeinsam unsere 14-tägigen Osterferien etwas spannender gestalten können… mmh das war dann aber doch zu kurzfristig.
Oder doch lieber eine kleine Wohnung an der Ostsee in der Lübecker Bucht kaufen (neee- einfach unbezahlbar).

Auf Lanzarote haben wir inzwischen auch schon alle möglichen Immobilien, die zum Verkauf stehen, abgeklappert. Ja, es war sogar schon kurz vor knapp und wir hätten fast zugeschlagen, aber das Haus wurde kurz vor unserer Entscheidung bereits verkauft. (gottseidank ?!)

Es wird Zeit, dass wir vernünftig werden, und endlich wieder das machen, was wirklich Sinn und Verstand hat – SEGELN!

Es geht ja wohl auch gaaar nicht, dass Susann mich nur wegen 14 Tagen Osterferien auf den Bahamas mit der Thalassa über den ganzen Atlantik (und wieder zurück) scheuchen will !! 🙂

Anfang März – mit Beginn der Ferien – sind wir nun wieder auf den Kanaren. Die Flüge sind gebucht !
Wir haben sogar unseren geliebten Robinson Esquinzo Urlaub in dieser Zeit von 8 Nächten auf 3 verkürzt, damit wir endlich und schnell die Leinen wieder loswerfen und den ganzen selbstgemachten Stress hinter uns lassen können!

Für Insider: ClubbulliBulli2a

Was gibt’s Neues ??

Wir haben die kurze Zeit, die uns zu dritt nach dem langen Werftaufenthalt in Arrecife an Land noch blieb, wirklich gut genutzt, und sind zusammen einmal rund um Lanzarote gesegelt…

Unsere Rundtour um Lanzarote herum !

Von Arrecife ging es ja, wie beschrieben, an der Kreuz gegen den Wind nach Norden, um vor Graciosa den Anker fallen zu lassen. Von dort aus weiter, vor dem Wind knapp 36 Seemeilen, ganz herunter bis zum Playa Papagayo, wo wir ebenfalls eine Nacht (etwas unruhig) vor Anker blieben.

Die nächste Station war dann die schöne Isla de Lobos dicht nördlich von Fuerteventura. Ankern und Badespass über türkisem Sandgrund ! Dort segeln wir ganz sicher auch wieder hin…

Eigentlich sollte es danach zurück nach Arrecife gehen, da Susann und Lotta ja wegen des Herbstferienendes in Hamburg schon bald wieder nach Hause fliegen mussten. Am Funk bekam ich allerdings leider eine Absage für den Liegeplatz, da die Marina voll war.

So liefen wir nach, kurzem UKW-Check mit der Marina, Porto Calero an, von wo aus die beiden dann auch am nächsten Tag zum Flughafen fuhren…

Ich segelte dann, einige Tage später, in die Marina Rubicon bei Playa Blanca, wo wir ja eine Weile bleiben werden.

Unser neuer Liegeplatz in der Marina Rubicon !

Wieder allein – Zeit für Wartungsarbeiten

Es ist ja immer irgendwas… 🙂

Und sonst ?

Nachdem ich in Arrecife den neuen (gebrauchten) Saildrive eingebaut hatte, kamen mir die Motorgeräusche extrem laut vor.

Es hörte sich fast an, als wäre der Schalldämpfer defekt. – Nun hatte ich im gleichen Zuge ja auch das Auspuffknie gegen ein neues ausgetauscht. Ich war mir daher nicht ganz sicher, ob es eventuell auch daran liegen konnte.

In Verdacht hatte ich aber auch den Einbaumodus des neuen Saildrives. Es war nicht exakt der gleiche Typ, sondern eine Bauserie vor meiner (Volvo Penta 120 S). An diesem älteren Typ war nun eine andere Art Motorlager verbaut. Mir kam der Abstand des Motors vom Saildrive-Ring nach der Montage sehr sehr knapp vor… Evtl. schlug dort nun der Motorblock auf den Metallring der Gummidichtung und übertrug die Geräusche auf den Rumpf ?? Das wollte ich untersuchen…

Also den Motorblock wieder anheben, um erst einmal etwas mehr Luft zu schaffen !

Anhand der Explosionszeichnung überprüfte ich dann, wie das Motorlager denn eigentlich aussehen sollte :

Das Teil mit der Nummer 25 ist leider nicht mit nach Arrecife geschickt worden – Kein Wunder, dass der Motor hängt.

Bis ich das Teil habe, und es dann nachträglich montieren kann, muss ich eine Zwischenlösung schaffen.

Aus unserem alten Vorstagsbeschlag vom Vorstagswechsel in Aegypten noch übrig – ich schmeisse ja nix wech !! 😉 – schneide ich einen Satz dicke Unterlegscheiben :

ETWAS mehr Abstand – Provisorisch !

Das laute Motorengeräusch ist nun auch weg ! Jetzt kann ich den Motor zumindest wieder beruhigt nutzen, wenn es denn sein muss.

Schalldämpfung – die Zweite:

Susann hatte sich in ihrer Kabine sehr über die Geräusche der knarrenden Leine geärgert, die in der leisen Marina sehr gut zu hören waren. Sie konnte kaum schlafen. Da musste natürlich Abhilfe her. Zufällig lernte ich in der Marina Rubicon Klaus Peter Brussig von der SY „Grace“ kennen. Er stellt mit seiner Firma ESTOMA “rubber cords made in germany“ her. Die benutzt er erfolgreich seit 6 Jahren auch selbst an seiner Segelyacht.

Die Lösung !

Natürlich bestellte ich bei ihm gleich einen Satz dieser feinen Ruckdämpfer, die an einer extra Leine befestigt, den Zug und somit das Knarzen aus dem eigentlichen Festmacher herausnehmen. Bei starkem Wind/Zug übernimmt dann wieder der normale Festmacher die Arbeit. Dazu muss es aber schon kräftig wehen !

und dann noch dies und das…

Unser Gasgrill musste mal wieder richtig schön gemacht werden…!
Die Aufhängung für den Aussenborder bekommt 10 Lagen Lack !
Und ich bastele meine ersten Softschäkel aus den Resten eines alten 30mm Festmachers !

Das nächste Mal gibt“s wieder mehr vom Segeln !

Gold wert!

Sind unsere neuen E-Scooter! Wir drei haben damit schon die ganzen Promenaden auf Lanzarote abgeheizt. Sie sind nicht nur schnell, sondern machen auch einen Heidenspass! Und beim Wettrennen gewinnen meist Lotta und ich auf unserem Renner gegen Gunnar. Aber nur, weil wir uns beim Fahren duken und somit der Wind ungebremst an uns vorbeisausen kann😃. Für alle Bootsbesitzer: Diese E-Scooter sind der Wahnsinn !! Besser als Klappräder (kleiner und leichter verstaubar) – Nachteil: Der sportliche Effekt ist natürlich deutlich geringer! Seitdem wir diese Dinger haben, zeigt unser Schrittzähler bedenklich weniger Schritte an. Meine Fitbit-Uhr ist sogar seit einigen Tagen gar nicht mehr im Gebrauch. Wird Zeit, dass wir wieder nach Hause fliegen und uns dem Alltag ohne E-Scooter stellen. Leider ist es auch heute schon soweit. Lotta und ich fliegen nach Hamburg zurück. Gunnar bleibt noch bis 02.11 hier, um noch einige Arbeiten am Boot zu erledigen (Never-Ending-Story…)

Warum in die Ferne schweifen

wenn das Ziel so nah… Wer hätte gedacht, dass uns Lanzarote so gut gefällt. Hier haben wir alles, wonach wir gesucht haben … ein tolles Klima auch im Winter (und im Sommer nicht zu heiß), weiße Strände, Weingüter (wichtig😃), Spitzenrestaurants klein und fein aber auch exklusiv mit Sterneküche. Sogar eine zweite Elbchaussee ohne Chaussee haben wir entdeckt, fast ein zweites kleines Hamburg mit Hafenblick… Hier fühlen wir uns wie zu Hause – nur mit mehr Sonne!

Alles ist hier nicht zu groß – aber auch nicht zu klein. Und mit einem Boot ist Lanzarote der ideale Ausgangspunkt für den „Sprung“ über den Atlantik – oder eben auch mal nicht! Denn auch hier auf den Kanaren gibt es alles, was (unser) Herz begehrt. Und von Playa Blanca (unserer Elbchaussee) gehen täglich Fähren nach Fuerteventura (30 Minuten) mein geliebter Robinson Club ist also auch nicht weit entfernt.
Ein Inselchen lieben wir auch ganz arg – Graciosa.
Gestern sind wir die knapp 25 Seemeilen von Arrecife bis nach Playa Francesca auf Graciosa gesegelt
(7 Stunden gekreuzt gegen den hier stetigen Nordwind). – Aber endlich mal wieder segeln nach der langen Zwangspause in der Marina Lanzarote ! Wale haben uns auch ein Stück begleitet, das war wieder einer dieser Glücksmomente, die man nie vergessen wird.
Dieses kleine Inselchen nördlich von Lanzarote, das wir 2014 kennengelernt haben, lieben wir!! Graciosa ist wunderschön.

Graciosa`s Hauptstrasse

Die anderen Inseln werden wir jetzt peu a peu besegeln, denn wir haben Zeit… Wir haben uns entschieden, und zunächst einen festen Platz für ein Jahr in der Marina Rubicon gebucht. Wir haben unseren Hafen gefunden, hier auf Lanzarote… 35 Seemeilen von Graciosa entfernt .

Arrecife bei Nacht
Das Gran Hotel ist das höchste Bauwerk auf Lanzarote
„Stadt“strand von Arrecife

Heute Morgen vor der Insel Isla de Lobos…
Der schönste Kaffee ist der bei Sonnenaufgang auf dem Boot…unbezahlbar!

Und die Flüge für die Weihnachtsferien von Hamburg zurück nach Lanzarote sind auch schon gebucht… Heute genießen wir aber noch unseren letzten Tag hier vor der Isla de Lobos, türkises, glasklares Wasser, schneeweißer Sandgrund. Wenn wir nicht gerade baden, erfreuen wir uns an dem Rundumblick – Fuerteventura mit den schneeweißen Stränden und der kleinen Isla de Lobos…

Heute…

…ist der Saildrive nun endlich -nach Zahlung einer saftigen „Ablöse“- geliefert worden. Jeder will hier ja ein bisschen mitverdienen. Leider kam er aber so spät, dass ich ihn nur noch einmal komplett abschleifen und grundieren konnte. Einbauen darf ich ihn leider erst Montag. Bis dahin ist hier alles zu und ich darf nicht aufs Gelände… Ich hatte vergeblich gehofft, dass ich wenigstens noch eine Lage Coppercoat auftragen könnte, die dann bis Montag hätte durchtrocknen können. Aber die Grundierung war leider noch nicht ausreichend ausgehärtet.

Was war denn eigentlich los…?

Warum ist der Saildrive eigentlich ausgefallen?

Die Verschraubung des Propellerschaftlagers hatte sich -warum auch immer- gelöst. Über dieses „Loch“ ist der Saildrive dann mit Seewasser vollgelaufen.

Nach fast vier Wochen unterwegs und somit im Salzwasser, war natürlich alles im Getriebe verrostet und unbrauchbar geworden.

Auch das Gehäuse hatte durch den verkanteten Propeller im Bereich der abdichtenden O-Ringe Schaden genommen… So ist es kaum noch dicht zu bekommen. Totalschaden also.

Es muss also Ersatz her, und nun warten und warten und warten wir…..

Wir hängen fest!

Aber zum Glück auf einer schönen Insel.
Der Saildrive ist leider immer noch nicht auf Lanzarote angekommen! Dafür war Gunnar pünktlich am 15.09 in der Marina Arrecife eingelaufen.
Nun verbringen wir die Wartezeit an Land, die uns unendlich viel Geld kostet ( Liegeplatz an Land, der dreimal teurer ist, als der Wasserliegeplatz, Hotelkosten, da wir nicht in der Marina an Land auf dem Boot schlafen dürfen, Essen gehen -ok dagegen haben wir nix(-; , Mietwagen usw). Aber so sind wir fast gezwungen uns Zeit zu nehmen, die wirklichen schönen Ecken und Strände der Insel kennenzulernen.
Wir werden immer wärmer mit der Insel, wir passen uns sozusagen dem Wetter an!
Wir hoffen täglich auf gute Nachrichten aus der Marina, um das Loch unter Lottas Koje (siehe Foto) mit dem nötigen Getriebe des Motors schließen zu können und endlich lossegeln zu dürfen.

Bild

Und alles wieder zurück…

Gunnar segelt natürlich nicht zurück in die Türkei. Aber die Gegenströmung in der Straße von Gibraltar ist so stark, dass trotz voller Motorleistung und 6 Knoten Fahrt voraus, die Thalassa keinen Meter vorankommt. Ganz im Gegenteil…und erschreckend!!
Hier auf dem Bild gut zu sehen.