Und ploetzlich ist alles anders…

Und ploetzlich ist alles anders…

Heute nachmittag um 14:30 habe ich vor Contadora den Anker gelichtet.
Nur gut drei Seemeilen weiter -vor Mogo Mogo- habe ich ihn um 15:30 wieder fallenlassen. Auf 8Grad 34,505Minuten Nord und 79Grad 01,451Minuten westlicher Laenge.
Hier moechte ich die MissesRobinson trocken fallen lassen und die Ruempfe fuer die lange Seestrecke vorbereiten.
Dafuer bin ich bei auflaufendem Wasser -zwei Stunden vor Hochwasser- so dicht es ging, an den Strand gefahren.

Wenn das Wasser wieder ablaeuft, moechte ich noch einmal das Unterwasserschiff saubermachen und so weit es geht ueber Wasser die Ruempfe polieren.
Es raecht sich nun, dass ich die Teleskopleiter zu Hause vergessen habe. Alles werde ich so vom Strand aus nicht erreichen koennen… Aber man kann auch nicht ALLES mitnehmen. …obwohl…

Ja.
Und ploetzlich ist alles anders.
Nur einen Katzensprung weiter und wir sind von der „Zivilisation“ abgeschnitten.
Eben habe ich noch ueber Whatsapp mit meiner liebsten Ehefrau gesprochen, als waeren wir nur zwei Schritte voneinander entfernt…

Hier ist nun keinerlei Mobilfunkempfang mehr.
Urploetzlich.
Damit habe ich nicht gerechnet.
Nicht soooo schnell.

Es ist schon ein kleiner Schock.
Haette ich das gewusst…
Vielleicht kommt ja morgen oder uebermorgen doch noch ein kleines bisschen „Netz“..?! Es muss doch noch so dies und das gesagt werden !!

Nun wird es dann ja wohl wirklich ernst.

Zur Zeit haben wir Springflut.
Das heisst, am 21.3. (gestern) war Neumond und daher ist heute eine ganz besonders grosse Tide.
Der Unterschied der Wassertiefe zwischen Hoch- und Niedrigwasser (das sind 6 Stunden) betraegt nun 6,45m !

Das ist schon zu bedenken, wenn man zum falschen Zeitpunkt auf 5m Wassertiefe den Anker fallen laesst… Da kann man ganz ploetzlich als Monohull umkippen, wenn das Wasser dann weg ist !

Na ja. Mir soll es ja recht sein. Daher bin ich ja soweit an den Strand gefahren. Wir wollen ja trockenfallen.
Ich habe hier mit 1,40m unter dem Kiel zwei Stunden vor Hochwasser geankert. Jetzt -zum hoechsten Stand der Flut- sind es 2,6m. Meinen Tiefgang dazugezaehlt, haben wir 3,8m Wasser hier. 6,45m davon werden verschwinden. Das heisst, ich werde 2,65m ueber dem Wasser stehen.
Mal sehen, wieviel Zeit es mir laesst, die Arbeiten durchzufuehren.

Ein Nebeneffekt der extrem hohen Flut ist, dass sich hier nun saemtliches Treibgut – vom Aestchen bis zum tonnenschweren Urwaldriesen – vom Strand loest und mit der Stroemung durchs Meer gezogen wird. Um mich herum treibt so einiges !
Ich habe schoene Fotos von dem Chaos gemacht, aber ohne Netzverbindung kann ich sie wahrscheinlich leider nicht auf den Blog stellen. Das kommt spaeter !

Und Fische gibt es hier !
Als ich vorhin schwimmen war, habe ich direkt um das Boot herum riesige Stachelrochen fotografiert.
Die holen sich anscheinend auch ihren Teil vom Treibgut, dass nun den Weg wieder hinaus aufs Meer findet. Da wird sicherlich die eine oder andere Nascherei dabei sein.

Da heisst es dann schoen aufpassen beim Segeln..!

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