Ein grosser Tag auf Kauehi

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Kirche von Kauehi

Wären wir nicht viel zu früh losgegangen, hätte die einzige Verkäuferin des winzigen Supermarktes nicht verschlafen, wir also nicht so lange auf dem staubigen Weg in der Mittagshitze ohne Schatten hätten warten müssen, wir wären ihm nie begegnet. Henry, dem Dorfpriester, der uns ‚von der Strasse‘ holte, in seine Hütte einlud und uns Stühle im Schatten anbot. Ein tiefgründiger, fröhlicher älterer Mann mit so schönen warmherzigen Augen. Stolz zeigte er uns sein Messgewand (da unser ‚zartes‘ Französisch nicht ausreichte ihn zu verstehen) und lud uns zu seiner Messe am nächsten Tag -Sonntagmorgen- ein. Für mich eines der schönsten Erlebnisse meiner ganzen Reisen. Tief berührt von der Messe, den polynesischen Gesängen mit Gitarre und Ukulele, der Leidenschaft und dem Glauben an Gott, liefen mir die Tränen im Gottesdienst. In seiner Predigt hat Henry uns dann auch ganz speziell begrüsst und wilkommen geheissen in seiner Kirche. Wir waren die einzigen ‚Besucher‘, nicht nur in der Kirche sondern auf dem ganzen Ahh-Toll, und wurden von allen überall warmherzig aufgenommen. Zum Abschluss des Gottesdienstes reichten sich alle die Hände, ob alt, ob jung, ob fremd oder vertraut, ob schwarz oder weiss – ein schönes Gefühl, für einen Moment einer von ihnen sein zu dürfen.

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Henry!

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