Der erste Tag…

Nachdem wir in Marsden Cove am 16.5. um 13:00 Uhr beim Zoll ausklariert und das Boot noch einmal mit Frischwasser vom letzten Staub des Landurlaubs befreit hatten, hiess es: Warten.

Warten, dass Hochwasser ist, und wir um 17:30 Uhr mit ablaufender Tide die letzten 8 Seemeilen des Hatea-River runter ins offene Meer fahren koennten.
Das Ablegen klappte gut, und direkt vor Marsden Cove umzingelte uns dann auch gleich eine grosse Schule Delphine! Na wenn das kein gutes Zeichen fuer unsere Reise ist!!

Es wurde nun auch langsam dunkel.
Doch als ich die Navigationslichter einschalten wollte, passierte nichts…

Herje, musste das denn gleich SO losgehen?!

Behelfsweise schaltete ich das Dampferlicht und das Stroboskoplicht am Masttopp an, damit ich ueberhaupt wahrgenommen werden konnte.

So motorte ich Richtung offene See. Ein entgegenkommender Segler machte mich dann auch gleich lautstark darauf aufmerksam, dass ich nur ‚weiss‘ zeigte! Klar…

Um es kurz zu machen, zwei Stunden später hätte ich es irgendwie repariert, mir war gehoerig schlecht, und wir liefen unter Genua bei boeigen 5-6 Beaufort aus SW in Richtung 30 Grad.
Die Nacht und den kommenden Tag verbrachte ich mit grummelndem Magen frierend und immer irgendwie doesend, ohne Nahrung aufzunehmen.

Das kannte ich ja schon. Die ersten drei Tage benötige ich immer, um mir Seebeine wachsen zu lassen.

Die Reparatur am Abend unter Deck war dabei natuerlich nicht gerade hilfreich gewesen.

Waehrenddessen liefen wir unter Genua mit guter Geschwindigkeit bei kuehlem Schauerwetter Richtung Nordost.

Um 17:30 am Freitag, den 17.5. hatten wir dann ein Etmal von 136 Sermeilen ersegelt. Gar nicht so schlecht fuer den ersten Tag…

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