Der vierte Tag…

Es ist schon ein kleines Wunder.
Ein wenig wie auf Apollo13…

Da sitzt man hier in seinem Mikrokosmos an Bord.

Eigentlich habe ich doch nichts wirklich dazugetan, ausser ein wenig zu dösen, hin und wieder das Segel von links nach rechts zu stellen, und mich diesem wunderbaren Boot anzuvertrauen.

Gefühlt haben wir gerade mal abgelegt, der Magen, die Ohren und das Hirn sehen die merkwürdig schwankenden Bewegungen an Bord nun nicht mehr als Bedrohung an und haben sich auch beruhigt…

Ohne uns zu Versehen und völlig unangestrengt liegt Neuseeland plötzlich bereits über 800 km (!) hinter uns im Süden.
Selbst die aus den Tiefen der Antarktis mit dem Südwind hier herströmende Luft hat nun mittlerweile ihre Kälte eingebüßt.

Heute war mit 26 Grad im Schiff bei geöffneten Salontüren der erste Sommertag an Bord.

Und:
Es gab das erste gekochte leckere Mittagessen!
Mein ausgehungerter Magen verlangte nach drei Portionen.
Sei’s ihm gegönnt..! 🙂

Der leichte Südwind schiebt uns zwar langsam, dafür aber beständig, in Richtung auf das Minerva Reef. Noch 385 Seemeilen.

Was bedeutet da schon ein Tag mehr oder weniger…?!

Alles wohlauf an Bord.
Heute ein Etmal von 90 Seemeilen.

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