Simplicity is the highest form of sophistication…

… giftige Gischtlefzen lecken wütend an der Backbordbordwand, klatschen machtvoll dagegen, steigen, in tausende Regenbogen zerstiebend auf, höher und höher, bis sie sich, über das in seinem Rot schlafende Groß-Segel hinweg fliegend, steuerbord wieder mit ihrem massigen Körper, der aufgewühlten See, verbinden – nur um aufs Neu und unermüdlich wieder und wieder weitere Angriffe vorzubereiten….

Ja.
Es weht. Mal wieder.

Nur mit der zweifach gerefften Genua jagen wir über den aufgewühlten Gulf Of Carpentaria, der Arafura See zu.

Seen von durchschnittlich 5m Höhe, die seitlich auf uns zurollen, lassen Thalassa sich unglaublich elegant erheben und unbeeindruckt ins Wellental zurücksacken…

Vor zwei Tagen haben wir das Cape of York und die Torres-Straße, ganz im Norden von Australien, bei starkem Wind passiert.

Die tückischen Sände der Endeavor Street liegen nun ebenfalls hinter uns.

Vor uns liegen nun noch gut 4800 Seemeilen bis Ulligam.

Es war bis zum Eingang des Grat Barrier Riffs bei Raine Island eine schnelle, doch unbequeme Reise.
Die Coral Sea, die wir durchsegelten, wurde durch einen 9 Tage durchgehend mit 7 bis 9 Windstärken ungebremst über 1500 Seemeilen Wasser wehenden Wind heftigst aufgewühlt…

Nun, das liegt hinter uns.

Dass es hier gestern und heute wieder so wehen sollte, wusste ich aus der Vorhersage.
Umso mehr genoss ich vorher die relativ ruhigen 24 Stunden der Passage durchs Barrier Riff.

Heute morgen sind wir nun 15 Tage seit Vanuatu unterwegs.

Wenn alles gutgeht, müssten wir in etwa 40 Tagen den Anker fallen lassen.

Aber Segler sollen ja nie zu weit voraus planen…

Mal sehen.

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