Wellenlinien….

1,8… 2,0…2,3….2,6…2,4….2,2…2,1…..

Die Logge wandert im Rhythmus unserer Geschwindigkeit.

Der Parasailor steigt am Bug träge und langsam auf, sinkt wieder herab, macht flappend einen müden Versuch, sich zu entfalten, lässt dann aber doch im sanften Schwell, mut- und windlos die zu schweren Schultern herabsinken…

Flaute.

Gestern abend, 19:00 Uhr, wurde der Wind ausgeknipst.

Die Nacht durch motorten wir daher notgedrungen, nördlich von Melville Island, mit geborgenen Segeln, langsam, sehr langsam, nach Westen. Viele Fischerboote, die hier in der Nacht ihrer Arbeit nachgingen, passierten wir dabei recht nahe.

Leider hatten die meisten der Fischer kein AIS, so dass wir sie nur optisch ausmachen konnten, und daher an Schlafen nicht zu denken war.

Heute morgen um 05:30 Uhr kam dann eine leichte Brise auf, die wir mit dem wieder neu gesetzten Parasailor, unserem genialen Vorwindsegel, aufzufangen versuchten.

Ein paar Stunden angenehmes Segeln.

Seit 10:00 Uhr aber lässt nun mit der aufkommenden Thermik in der gleissenden Sonne der Wind immer weiter nach.

Momentan zeigt der Windgeschwindigkeitsanzeiger 2,4 m/sec an. Das ist leider knapp genug, unser Vorsegel überhaupt zu füllen…

Noch halten wir durch.
Solang wir uns nur ein kleinwenig vorwärts bewegen.
Das wird aber wohl ein frustrierendes Etmal geben…

Eine riesige Schildkröte schwimmt ganz nah vorbei und reckt neugierig den Hals aus dem Wasser. Den Delphinen, die uns in den letzten zwei Tagen besuchten, sind wir heute aber offensichtlich zu langsam und langweilig…

Hoffentlich gibt es heute irgendwann noch ein bisschen Wind…! Die Vorhersage spricht leider dagegen.

Flauten sind anstrengend.
Sehr.

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