Und was sonst noch so los ist…hier…auf dem indischen Ozean…

Nach den ersten rauhen Tagen, die von einer zweitägigen Flaute gefolgt wurden, war die Reise in den letzten zwei Wochen recht angenehm bei nur mäßig bewegter See mit drei bis vier Windstärken.

Meist nahm der Wind dann allerdings zum Abend doch so zu, dass der tagsüber gesetzte Parasailor zur Nacht geborgen werden musste, und wir die Nacht nur unter der Genua segelten.

Das Seegebiet hier ist dabei von teilweise sehr starken Strömungen geprägt.

Zum Teil mussten wir daher in den letzten Tagen einen bis zu 50 Grad (!) vom Kartenkurs abweichenden Kompasskurs anhalten, um über Grund in Richtung unseres Zieles vorwärts zu kommen. Ohne GPS-Unterstützung wäre die Navigation hier sehr sehr anspruchsvoll… Auch so reicht es noch.

Viele Fischerboote auf unserem Kurs, sämtlich ohne AIS, machten dabei nachts ausserdem eine ständige Wachbereitschaft erforderlich.

Gestern war die erste Nacht seit einer Woche, die ohne jede Schiffs-Sichtung verging.

Noch vor ein paar Tagen wurde ich von einem Katamaran der australischen Küstenwache auf hoher See nahe bei passiert und über Funk gefragt, ob ich auf Christmas Island einen Landfall plane. Das verneinte ich. Die Überwachung der australischen Seegebiete ist hier wirklich lückenlos.

Momentan liegt nun Christmas Island und die Flying Fish Cove etwa 110 Seemeilen voraus. Wir werden die Insel in ca. 30 Meilen Abstand südlich passieren. Auf dem Weg von dort geht es dann 285 Grad, West-Nordwest weiter in Richtung Ulligam…

Bislang haben wir seit Vanuatu 3742,5 Seemeilen im Kielwasser.
5.9.2019, 09:32 Uhr.

Mal sehen, was noch kommt.

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