Erste Hilfe…

Da war ja noch das Problem mit der Steuerbord-Maschine…

Theoretisch wusste ich ja, was es ist. Theoretisch!!

Also kam ich in Alanya mit einem Haufen Ersatzteile an, die ich verbauen wollte, bevor Susann und Lotta für die Herbstferien zum Segeln kommen würden.

GABENTISCH :

Möbelrollen (um den Motor leichter verschieben zu können) die Dämpferscheibe, Stehbolzen als Montagehilfe, ein Kettenzug, ein wenig Werkzeug, und und und…

Na dann mach ich mich mal an die Arbeit…

Um den Motor verschieben zu können, muss erst einmal alles mögliche gelöst bzw. entfernt werden.

Zum Beispiel die Schläuche der Impellerpumpe und vom Wärmetauscher.

Nachdem das erledigt ist, entferne ich die vier Bolzen der Motorenlager. Auf jeder Seite zwei.

Auf der Rückseite des Motors muss der Auspuff gelöst und der Luftfilter entfernt werden.

Jetzt erst mache ich mich an die 6 Bolzen, mit denen der Saildrive an der Motorglocke befestigt ist.

Danach hebe ich den Motor, den ich mit dem kleinen Kettenzug an einer Holztraverse in Lottas Kabine befestigt habe, etwas an. Die Traverse liegt auf den Möbelrollern und ist daher (relativ) leicht verschiebbar.

Jetzt muss der Motor nur noch nach vorn geschoben werden, um den Saildrive vom Motor zu trennen.

Da sieht man auch schon das Drama! Es ist so, wie ich vermutet hatte. Die Dämpferscheibe hat sich zerlegt. Dicke Gummibrocken fliegen dort lose herum.

Jetzt muss der Glockendeckel demontiert werden, damit ich den defekten Dämpfer ausbauen kann.

Acht Schrauben müssen weg.

Dann geht’s an den defekten Dämpfer… Fast identisch mit dem Theorie-Foto…:

Schon toll!

Sauber zerlegt das Ding!

Nach dem Ausbau des Schrotts montiere ich den mitgebrachten (gebrauchten) Dämpfer.

Jetzt alles wieder zusammenbauen, und den Motor so vorsichtig nach hinten verschieben, dass der Saildrive – Schaft sauber in die Mitnehmerscheibe greift.

Hierzu montierte ich zunächst einmal 4 Stehbolzen in den Glockendeckel, die als Montagehilfe dienen.

Dadurch rutscht der Motor recht einfach wieder zum Saildrive. Die Stehbolzen werden danach gegen die Montagebolzen ausgetauscht und alles wieder schön festgezogen.

Der Motor wird abgelassen und die Fundamentfüsse sowie auch alle Schläuche wieder befestigt.

Ich baue – wo ich gerade dabei bin – auch noch schnell die Impellerpumpe aus und wechsle dort den O-Ring. Nach der letzten Reparatur hat an der Pumpe immer ein ganz wenig Öl geleckt…

So… Dann wollen wir mal sehen.

Ich bin ein wenig kritisch gespannt, weil ich auch mit einer Zange den Saildrive – Flansch kein kleines Stück bewegen konnte. Nicht, dass am Ende dort drin doch noch irgend etwas blockiert und beim Starten des Motors der neue Schwingungsdämpfer gleich wieder zerbricht…

Wer sagt’s denn ! 🙂

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