Was gibt’s Neues ??

Wir haben die kurze Zeit, die uns zu dritt nach dem langen Werftaufenthalt in Arrecife an Land noch blieb, wirklich gut genutzt, und sind zusammen einmal rund um Lanzarote gesegelt…

Unsere Rundtour um Lanzarote herum !

Von Arrecife ging es ja, wie beschrieben, an der Kreuz gegen den Wind nach Norden, um vor Graciosa den Anker fallen zu lassen. Von dort aus weiter, vor dem Wind knapp 36 Seemeilen, ganz herunter bis zum Playa Papagayo, wo wir ebenfalls eine Nacht (etwas unruhig) vor Anker blieben.

Die nächste Station war dann die schöne Isla de Lobos dicht nördlich von Fuerteventura. Ankern und Badespass über türkisem Sandgrund ! Dort segeln wir ganz sicher auch wieder hin…

Eigentlich sollte es danach zurück nach Arrecife gehen, da Susann und Lotta ja wegen des Herbstferienendes in Hamburg schon bald wieder nach Hause fliegen mussten. Am Funk bekam ich allerdings leider eine Absage für den Liegeplatz, da die Marina voll war.

So liefen wir nach, kurzem UKW-Check mit der Marina, Porto Calero an, von wo aus die beiden dann auch am nächsten Tag zum Flughafen fuhren…

Ich segelte dann, einige Tage später, in die Marina Rubicon bei Playa Blanca, wo wir ja eine Weile bleiben werden.

Vor Anker bei Isla de Lobos – Links im Hintergrund Coralejo auf Fuerteventura

Unser neuer Liegeplatz in der Marina Rubicon !

Wieder allein – Zeit für Wartungsarbeiten

Es ist ja immer irgendwas… 🙂

Und sonst ?

Nachdem ich in Arrecife den neuen (gebrauchten) Saildrive eingebaut hatte, kamen mir die Motorgeräusche extrem laut vor.

Es hörte sich fast an, als wäre der Schalldämpfer defekt. – Nun hatte ich im gleichen Zuge ja auch das Auspuffknie gegen ein neues ausgetauscht. Ich war mir daher nicht ganz sicher, ob es eventuell auch daran liegen konnte.

In Verdacht hatte ich aber auch den Einbaumodus des neuen Saildrives. Es war nicht exakt der gleiche Typ, sondern eine Bauserie vor meiner (Volvo Penta 120 S). An diesem älteren Typ war nun eine andere Art Motorlager verbaut. Mir kam der Abstand des Motors vom Saildrive-Ring nach der Montage sehr sehr knapp vor… Evtl. schlug dort nun der Motorblock auf den Metallring der Gummidichtung und übertrug die Geräusche auf den Rumpf ?? Das wollte ich untersuchen…

Also den Motorblock wieder anheben, um erst einmal etwas mehr Luft zu schaffen !

Anhand der Explosionszeichnung überprüfte ich dann, wie das Motorlager denn eigentlich aussehen sollte :

Das Teil mit der Nummer 25 ist leider nicht mit nach Arrecife geschickt worden – Kein Wunder, dass der Motor hängt.

Bis ich das Teil habe, und es dann nachträglich montieren kann, muss ich eine Zwischenlösung schaffen.

Aus unserem alten Vorstagsbeschlag vom Vorstagswechsel in Aegypten noch übrig – ich schmeisse ja nix wech !! 😉 – schneide ich einen Satz dicke Unterlegscheiben :

ETWAS mehr Abstand – Provisorisch !

Das laute Motorengeräusch ist nun auch weg ! Jetzt kann ich den Motor zumindest wieder beruhigt nutzen, wenn es denn sein muss.

Schalldämpfung – die Zweite:

Susann hatte sich in ihrer Kabine sehr über die Geräusche der knarrenden Leine geärgert, die in der leisen Marina sehr gut zu hören waren. Sie konnte kaum schlafen. Da musste natürlich Abhilfe her. Zufällig lernte ich in der Marina Rubicon Klaus Peter Brussig von der SY „Grace“ kennen. Er stellt mit seiner Firma ESTOMA “rubber cords made in germany“ her. Die benutzt er erfolgreich seit 6 Jahren auch selbst an seiner Segelyacht.

Die Lösung !

Natürlich bestellte ich bei ihm gleich einen Satz dieser feinen Ruckdämpfer, die an einer extra Leine befestigt, den Zug und somit das Knarzen aus dem eigentlichen Festmacher herausnehmen. Bei starkem Wind/Zug übernimmt dann wieder der normale Festmacher die Arbeit. Dazu muss es aber schon kräftig wehen !

und dann noch dies und das…

Unser Gasgrill musste mal wieder richtig schön gemacht werden…!
Die Aufhängung für den Aussenborder bekommt 10 Lagen Lack !
Und ich bastele meine ersten Softschäkel aus den Resten eines alten 30mm Festmachers !

Das nächste Mal gibt“s wieder mehr vom Segeln !

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