Mast-Frei

Wir sind samt Garageninhalt angekommen. Ich musste nicht an den Mast…

NOCH….

weiss Gunnar nicht, dass ich mit der ZWEITEN Garagenfüllung unterwegs zum Katamaran bin.. Solltet Ihr also die nächsten Tage nichts von mir hören, hat er mich zur Strafe um den Mast gewickelt! Aber Lotta und ich brauchen das ALLES! WIRKLICH!!

21 June, 2014 17:05

21 June, 2014 17:04

Freitag der 13te …

Da er Kulingvarsel for Oestersoen omkring Bornholm, vesterlig Oestersoen, Kattegat, Belte og Sund…Vind omkring 15 m/sec…
(Es besteht eine KULING-Warnung für die Ostsee um Bornholm, die westliche Ostsee, Belte und Sund…, Wind um 15 Meter pro Sekunde…)

Vieles muss man als Segler in Dänemark ja nicht ernstnehmen. Der Spaß und die Leichtigkeit überwiegen in den meisten Fällen. Und der dänischen Sprache wirklich mächtig muss auch kein Freizeitskipper sein. Deutsch ist Pflichtfach in Dänemark.

Aber eines – ein Wort sollte man sich merken und wenn man es hört : WAHRSCHAU ! OBACHT ! oder wie auch immer man es nennen will.

„KULING“ .

Hört sich so klangvoll an. Wie klingeln oder kugeln oder irgendetwas ähnlich harmloses. Oder womöglich Kylling. So heißt ja das dänische Brathähnchen… Hat vielleicht der eine oder andere an der HotDog-Bude schon mal gesehen. Aber nein. Warum sollte man davor auch warnen.
Es bedeutet nichts weiter als Yachtmanns-Sturm. Windstärke 7.
Und wenn die Dänen das im Wetterbericht sagen, dann ist es auch so. Hier ist die Grenze vom Spaß.

Zumindest sollte man, wenn, dann darauf vorbereitet sein.

Und heute ist Krantermin.

Der Himmel ist wolkenverhangen. Eine bleigraue, niedrige Wolkendecke streift fast unsere Köpfe. Noch regnet es nicht. Aber man riecht ihn förmlich schon. Der steife Nordwester treibt den Geruch und den Geschmack von staubigem Regen über den Platz. Trockene Wolken von Sand und Staub tanzen auf dem Hafengelände. Kühl ist es geworden nach den heißen vegangenen Tagen. Den Bauern mag der Wetterwechsel freuen. Ich seh‘ das anders.

Und ich bin Optimist !
Noch hat SKAKS -die  Kranfirma- nicht abgesagt. 09.00 Uhr ist Termin. 08:30 sind sie da.  Meine letzte, beim DMI (Danmarks Meteorologiske Institut) eingeholte Wetterprognose sieht lokal ganz brauchbar aus. Die Böen sollen erst später kommen.

Also los:

Ein freundlicher Himmel sieht irgendwie anders aus. Aber bisher läuft alles gut und Hand in Hand…

Nein ! Ich lasse nicht los !!

…wirklich nicht !!!

Wieder abwärts für den 200 m Transport bis zur Kaimauer…

Vorsichtig absetzen…

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Besser ist, alles gut zu verzurren. Es weht !

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Und ab geht die wilde Fahrt…009

Überholverbot ! 🙂SAMSUNG DIGITAL CAMERA

Selbst der Himmel scheint sich ein wenig zu freuen. Unsere MissesRobinson, der „Triton“, schwimmt wieder in ihrem Element.SAMSUNG DIGITAL CAMERA

Die Maschinen starten augenblicklich… Es ist eine Freude !SAMSUNG DIGITAL CAMERA

Auf geht’s. Wenn man genau hinsieht, erkennt man, wieviel Sand in den paar Minuten vom Kai aufs Boot geweht wurde… Ich bin ein kleiner Kieslaster… Und gestern hatte ich drei Stunden saubergemacht…SAMSUNG DIGITAL CAMERA…es wird Zeit, die Segel zu setzen.SAMSUNG DIGITAL CAMERADas Wetter sieht ruhiger aus, als es ist. Es weht böig mit 6-7 Bft. Ablandig. Es wird sicher  eine schöne Tour……

Position

Pfingsten die Zweite

…die liebste aller Ehefrauen (pft) freut sich schon, Euch bald Strand,- Sonne,- Meeresleuchten,- Kokos an Palme,- und vieles `meer` zu zeigen…

Nichts gegen die konstruktionselektrostatischdrahtanalytischen Bilder meines Mannes! (Hoffentlich hat Lotta etwas von Gunnars IQ geerbt)

Pfingsten…

Heute war die liebste aller Ehefrauen samt unserem Töchterchen und Schwiegermama „zu Besuch“ auf unserer MissesRobinson-Baustelle in Dänemark…


Da baut und entwirft man die tollsten Gimmicks, rüstet aus und baut um, installiert Komfort, Technik und Sicherheit, schindet sich täglich bis tief in die nördlichen Nächte….
und was macht den meisten Eindruck und entlockt Freudenschreie ??

Immer die einfachen Dinge :

Unsere neue Salontischverschiebung.

Wer einmal auf einem …. nunja – zumindest größentechnisch für Otto-Normalverbraucher halbwegs erschwinglich angesiedelten Boot – versucht hat, den Boden unter dem Salontisch von den Resten des letzten Frühstücks zu befreien, weiß Bescheid.

So schlank kann man gar nicht sein !

Für den Fall, daß man auch kein asiatischer Schlangenmensch ist, gelingt es kaum, seinen Körper zwischen Sitzbank und Tisch zu quetschen, um, mit Handfeger, Staubsauger oder Wischmopp bewaffnet, dort unten für Ordnung -und Sauberkeit- zu sorgen. Meist reichen die Arme auch nicht wirklich von der Tischoberkante bis auf den Boden, um diese Arbeit ohne solch‘ Akt durchführen zu können.

Ich weiß nicht wirklich, was sich manch Konstrukteur so denkt.
Platz sparen allein ist nicht alles !
Ich habe ja nun einige Charterboote „zu versorgen“ . Da habe ich schon oft geflucht, wenn ich meine 1,90m mal wieder kaum zwischen Bank und Tisch herausmanövriert bekam, -und schon gar nicht, ohne mir meinen Kopf mehrfach am Tisch zu stoßen ! Also weiß ich recht genau, wovon ich hier spreche.

Nunja, selbst wenn meine Frau wohl nicht wirklich DIESE Problematik im Kopf gehabt hatte, als sie bei unserer letzten Tour sagte:
„Das ist so eng. Kannst Du den Tisch nicht einfach durchsägen..? Das muss doch gehen. So klappen oder so….ich komm da kaum hinter. Und erstrecht nicht mit Lotta…“
-Schluck- !

Nun haben wir ja irgendwo schon ein bisschen über die Innenausstattung unserer MissesRobinson geschrieben. Kirschholz hochglanzlackiert, und Tischlerarbeit vom allerfeinsten…
Und da soll ich einfach zur Kettensäge greifen ?? Irgendwie geht das nicht. Und doch versteh ich sie….
Also muss wieder mal eine andere Lösung her.

Die kam dann auch:

Die Lösung !
Nach langen Telefonaten und noch längerer Recherche fand ich sie bei „Möbelwerk ILSE“ in Uslar.
Die konnten mir liefern, was ich brauchte. Siehe oben. In zwei Richtungen verschiebbar ! Nicht ganz sooo billig, aber noch erschwinglich und toll.
Ganz ohne die Säge kam ich dann letztlich doch nicht aus.

Ich fühlte mich nach getaner Arbeit zunächst nämlich wie ein Kind am Esstisch…
Zusammen mit meiner Unterkonstruktion zur Befestigung und der Verschiebe-Einheit war der Tisch nun ja 6 cm höher geworden ! Also: Ratz-Fatz, alles wieder abbauen, und erst einmal sechs cm rundherum an der Oberkante des alten Tischfußes / Unterschrankes absägen..! Und es tut DOCH weh, soetwas zu tun. Mir zumindest !

Aber: Wem der Platz „zum Reinrutschen“ zwischen Tisch und Sitz auf seinem Boot zu eng ist, der kann sich hiermit eine wirklich elegante Lösung installieren !
Man sieht hinterher nichts. Keine Narben oder Risse…

Und ein SUPERKOMFORTGEWINN !

So haben wir vorher die Sitzbank hinter unserem Salontisch meist nur als Stauraum genutzt, weil darauf alles so schön eingeklemmt war….. 😉

 

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…es werde Licht !

Man darf es ja eigentlich niemandem sagen…

Bald wollen wir abfahren und auf unserer MissesRobinson sieht es immer noch aus wie auf einer Baustelle. Aber das wird schon noch…Die Solarpanels sind endlich da...
Heute wollen wir uns mal um die Stromversorgung kümmern.

Die Solarpanels sind endlich gekommen – 3 x 80Watt semi-flexibel und damit sehr leicht ! Die Alu-Rohre für das Tragegestell habe ich auch besorgt. Na dann los… Kann ja nicht so schwer sein.

Als erstes mal den Rahmen bauen. Den Plan dafür habe ich im Kopf


 

So etwa sollte das aussehen…
Hatte ich mir jedenfalls so ausgedacht.

 

 

 Flugs auf den Targabügel montiert – Den haben wir ja  schließlich eigens für die Solarpanels bauen lassen !

PASST !
In einer Ebene lässt sich die Trägerplattform der Sonne nachführen. Immerhin !

Jetzt nur noch die Panels draufschrauben….

Ich finde, das sieht richtig gut aus ! 🙂

Nun nur  noch ein bisschen Verkablung im Bauch verlegen, den Solar-Laderegler anschließen und in die Batteriebank integrieren, die neue Beleuchtung unter den Panels im Rumpf verkabeln und an den Verbraucherausgang des Reglers anschließen… Kleinigkeiten ! Da muss man doch nur mal eben…

Das passt sich doch ganz gut ins Gesamtbild ein…

Und um 21:45 hatten wir doch tatsächlich noch 1,9Ah Ladestrom…!
Fast ohne Sonne. Da können wir ja nicht allzuviel verkehrt gemacht haben bei der Installation. Ich bin mal gespannt, was wir bei sonnigem Wetter „ernten“ können mit diesen Dingern. Bislang haben wir mit Solartechnik ja noch keinerlei Erfahrung.

-wenn es abends nur nicht immer so spät werden würde………..ich bin so müde-

Kurz vor Fertig

…ehrlich. Auch wenn es anders aussieht.

Der NavNet-Radarplotter war zum Software-Update. Der neue Plotter für die C-Map-SD-Seekarten ist ausgepackt und es sind eigentlich nur noch Kleinigkeiten… „Da muss man doch nur noch………“ 

Unter dem Küchenboden liegen die Membranen des Wassermachers, der uns mit bis zu 95 Litern Wasser pro Stunde versorgen soll

Die neue Rettungsinsel – WIR WERDEN SIE NIE BRAUCHEN ! – prangt am Heck.
Die SSB-/Kurzwellenantenne ist am Steuerbordheck montiert und stellt unsere Verbindung mit dem Rest der Welt sicher.
Nur die Kabel für die Solarpanels hängen noch einsam aus dem Targabügel. Kommt schon noch !

Susann sagt hierzu: „….Hauptsache, ich weiß, wie der Kühlschrank aufgeht !“ Nur wer sich für die Technik interessiert !

11 May, 2014 18:34