Karaloz Kekova…weißte Bescheid…

…würde Horst Schlämmer jetzt sagen… irgendwo auf dem Weg von Kas nach Alanya hat uns Gunnar eine schöne einsame Bucht rausgesucht. Wenn nur die Wespen nicht wären…aber Lotta und ich haben ja (gern) immer was zu meckern… 😃

Obwohl das Segeln an sich war wunderschön und unsere Freunde haben uns wieder begleitet…

Nun sind wir auf den Weg nach Olympus… eine antike Stadt an der Ostküste und eine schöne Badebucht soll dazu gehören… sagt Gunnar….mal sehen was es da zu meckern gibt…wir finden bestimmt etwas…

KAS

Ein schöner Tag hier in Kas geht zu Ende.

Für unseren Geschmack ist Kas zu touristisch aber hier in der Marina fühlen wir uns sehr wohl. Und wir haben ein schönes Restaurant entdeckt, das VATI. Nicht nur das Ambiente ist sehr schön, auch das Essen…

Hier werden wir morgen noch frühstücken, danach geht es langsam zurück Richtung Alanya.

Kommt doch anders als geplant…

noch vor dem Sonnenaufgang sind wir startklar um nach Kas zu segeln… dachten wir…

Wir starten den Motor und klack klack klack…da stimmt was nicht! Gunnar haben wir dann 3 Stunden lang nicht mehr gesehen…besser gesagt nur im Motorraum angetroffen. Danach war es zu spät nach Kas zu segeln. Trotzdem sind wir los, eine Bucht weiter nach Ucagiz.

Wir haben uns mal wieder zivilisiert gekleidet und Gunnar schlug vor mit dem Dinghi an Land zu fahren (sozusagen kleiderschonend, im Kajak ist ein nasser Hintern immer garantiert ) das Dhingi hatten wir das letzte Mal auf den Malediven genutzt, also fast vor 10.000 km. Über ein klack klack hätten wir uns diesmal beim Starten des Dinghimotors gefreut, aber da tat sich rein gar nichts. Also alle wieder raus, bis auf Gunnar, er hat dann weitere 2 Stunden am Motor des Dinghies gearbeitet. Da Lotta und ich ihm aber mit ständigem ‚wir haben Hunger lass uns doch das Kajak nehmen‘ im Nacken saßen, sind wir dann losgepaddelt. Lieber ein nasser Hintern als ein hungriger Magen… schön geparkt haben wir mit dem Kajak, nur war es dort so rutschig dass Lotta sich richtig hingelegt hat… die Stimmung konnte nicht schlechter sein😬😄. Aber das Gute ist…

Sobald das Essen bestellt und der Durst gelöscht ist, scheint wieder die Sonne…

Gökkaya

Blaues, klares Wasser, ruhige schöne Bucht…ein toller Stopp mit Anker voraus und Landleine am Heck. Wassertemperatur 28 Grad.

Leider ist das Restaurant am Ende der Bucht wegen Corona geschlossen. Dann öffnen wir eben unsere Hausbar…

Morgen segeln wir nach Kas weiter und gönnen uns eine Nacht in der Marina.

Erste Ankerbucht – Adresan

80 Seemeilen von Alanya entfernt lassen wir den Anker in einer sandigen Bucht fallen. Natürlich sitzen wir auch schon gleich wieder in einem türkischen Restaurant

…aber vorher haben wir schon Sport gemacht…wir sind mit dem Kajak hier…

Sonnenaufgang…

In der Marina Alanya.

Der Kaffee ist auch schon fertig. Wir sitzen an Deck, es ist warm und wir planen unsere Segeltour an der türkischen Küste…. Schön ist es…

Erste Hilfe…

Da war ja noch das Problem mit der Steuerbord-Maschine…

Theoretisch wusste ich ja, was es ist. Theoretisch!!

Also kam ich in Alanya mit einem Haufen Ersatzteile an, die ich verbauen wollte, bevor Susann und Lotta für die Herbstferien zum Segeln kommen würden.

GABENTISCH :

Möbelrollen (um den Motor leichter verschieben zu können) die Dämpferscheibe, Stehbolzen als Montagehilfe, ein Kettenzug, ein wenig Werkzeug, und und und…

Na dann mach ich mich mal an die Arbeit…

Um den Motor verschieben zu können, muss erst einmal alles mögliche gelöst bzw. entfernt werden.

Zum Beispiel die Schläuche der Impellerpumpe und vom Wärmetauscher.

Nachdem das erledigt ist, entferne ich die vier Bolzen der Motorenlager. Auf jeder Seite zwei.

Auf der Rückseite des Motors muss der Auspuff gelöst und der Luftfilter entfernt werden.

Jetzt erst mache ich mich an die 6 Bolzen, mit denen der Saildrive an der Motorglocke befestigt ist.

Danach hebe ich den Motor, den ich mit dem kleinen Kettenzug an einer Holztraverse in Lottas Kabine befestigt habe, etwas an. Die Traverse liegt auf den Möbelrollern und ist daher (relativ) leicht verschiebbar.

Jetzt muss der Motor nur noch nach vorn geschoben werden, um den Saildrive vom Motor zu trennen.

Da sieht man auch schon das Drama! Es ist so, wie ich vermutet hatte. Die Dämpferscheibe hat sich zerlegt. Dicke Gummibrocken fliegen dort lose herum.

Jetzt muss der Glockendeckel demontiert werden, damit ich den defekten Dämpfer ausbauen kann.

Acht Schrauben müssen weg.

Dann geht’s an den defekten Dämpfer… Fast identisch mit dem Theorie-Foto…:

Schon toll!

Sauber zerlegt das Ding!

Nach dem Ausbau des Schrotts montiere ich den mitgebrachten (gebrauchten) Dämpfer.

Jetzt alles wieder zusammenbauen, und den Motor so vorsichtig nach hinten verschieben, dass der Saildrive – Schaft sauber in die Mitnehmerscheibe greift.

Hierzu montierte ich zunächst einmal 4 Stehbolzen in den Glockendeckel, die als Montagehilfe dienen.

Dadurch rutscht der Motor recht einfach wieder zum Saildrive. Die Stehbolzen werden danach gegen die Montagebolzen ausgetauscht und alles wieder schön festgezogen.

Der Motor wird abgelassen und die Fundamentfüsse sowie auch alle Schläuche wieder befestigt.

Ich baue – wo ich gerade dabei bin – auch noch schnell die Impellerpumpe aus und wechsle dort den O-Ring. Nach der letzten Reparatur hat an der Pumpe immer ein ganz wenig Öl geleckt…

So… Dann wollen wir mal sehen.

Ich bin ein wenig kritisch gespannt, weil ich auch mit einer Zange den Saildrive – Flansch kein kleines Stück bewegen konnte. Nicht, dass am Ende dort drin doch noch irgend etwas blockiert und beim Starten des Motors der neue Schwingungsdämpfer gleich wieder zerbricht…

Wer sagt’s denn ! 🙂

Durch den Suezkanal…

Nachdem ich endlich das Port Permit,

die Erlaubnis zum Ablegen erhalten habe, geht es mit dem ersten Licht am 5. September, morgens um 05:00 Uhr los…

Alles ist bereits vorbereitet.

Stolz wie Bolle sitzt unser Pilot am Ruder. Ich habe aber ein waches Auge auf ihn. In Suez lag hinter uns die Motoryacht RAMA, die auf zwei neue Propeller wartete, nachdem der Pilot sie im Kanal auf Grund gesetzt hatte..

Dicke Pötte begleiten uns…

Am frühen Nachmittag erreichen wir nach 45 Seemeilen Ismailia, den ersten Zwischenstopp.

Wir machen vor dem Gebäude des Yachtclubs längsseits fest.

Abends feiern hier zwei Hochzeitsgesellschaften, und die Thalassa wird als willkommene Kulisse für die Erinnerungsfotos genutzt.

Gleich früh um 05:00 am nächsten Morgen geht es weiter…

Nach endlosen 33 Meilen Motorfahrt ist Port Said am Mittelmeer erreicht!

Wir verlassen den Kontinent Afrika und brechen auf ins Mittelmeer Richtung Europa !

Doch zunächst geht es noch nach Asien… In die Türkei.

Hinter uns liegt jetzt Port Said.

Vor uns – mitten im Tonnenstrich – machen uns trawlende Fischer das Leben schwer… Wo ist bloß das Ende ihres Schleppnetzes…!??

Vier relativ windarme Tage – und Nächte – liegen vor uns…

Am Morgen des 10. September kommt die türkische Küste in Sicht.

Gut 25 Meilen später ist mit Alanya unser Ziel greifbar!

Wir schlüpfen durch die Hafeneinfahrt und sind nach knapp 400 Seemeilen seit Suez wieder fest.

Mit unserem Agenten geht es in die 5km entfernte Stadt, wo bei den Behörden die Formalitäten erledigt werden… Aus dem Büro schieße ich ein Foto vom Alanya-Stadthafen.

Blick vom Deck der Thalassa auf unseren Liegeplatz für die nächste Zeit in der Marina Alanya.

Wir liegen hier eigentlich doch recht schön…!

Gunnar nimmt Kurs… Andere auch…

Ganz schön was los auf der letzten Strecke kurz vor der Küste der türkischen Riviera…
Ich hoffe der rote Grosse – links von Gunnar – steht ausgeschlafen am Steuerrad und hat ihn auf dem Radar….
Wenn alles gut geht wird Gunnar heute in Alanya ankommen….

https://www.marinetraffic.com/en/ais/home/centerx:33.8/centery:36.3/zoom:8gg.jpg

Die wichtigen Dinge…

Während ich hier bräsig an Bord sitze, den dicken Pötten bei der Passage zusehen kann, …

… wir die Wartezeit bis zu unserer eigenen Passage mit gelegentlichen WhatsApp- Telefonaten verkürzen …

… kümmert Susann sich in der Heimat um die WIRKLICH wichtigen Dinge :

Zum Beispiel um dieses Bild, das sie für Lottas Klassen – Buch gemalt hat…

Ich finde, es ist einfach ZAUBERHAFT geworden!!!

Gottseidank kann Lotta unseren Blog noch nicht allein aufrufen!

Es soll ja eine Überraschung für Sie werden…