Heute Abend an meinem Ankerplatz…

Das ist hier die Methode der Wahl, um einfach schöne Lobster zu fangen.

Ich liege quasi direkt über einem sehr ergiebigen Fangplatz… Als wir vor 4 Jahren das letzte Mal hier waren, da war es auch schon so. Ich lag auf demselben Spot. Damals habe ich mir von den Fischern einen schönen Lobster geben lassen.

Ein Festmahl !

Mal sehen – Wenn sie morgen noch da sind, will ich mal sehen, ob ich von ihnen wieder etwas schönes zum Mittagessen bekommen kann ! 

Ein ereignisreicher Tag…

…wir waren nicht GANZ allein auf unserer einsamen Insel.

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Aber mal von vorn… :

Wir – die Jungs und ich – sind heute losgefahren, uns ein schönes Barbequeue zusammenzuschnorcheln…

Nachdem wir unsere Mahlzeit zusammen hatten, ging es weiter, auf UNSERE INSEL !

Anlanden – Den Kahn ankern – Den Fang an Land bringen…!

Eine schöne Schlepperei……….

Alles sicher an Land gebracht, hieß es Feuerholz sammeln und den „Herd“ vorzubereiten. Der Fang wird dann darauf schön verteilt.

Mir läuft jetzt schon das Wasser im Mund zusammen ! 🙂

Es bruzzelt…

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Auf dem kleinen Ofen nebenan wird die Suppe vorbereitet. Frisches Gemüse, Pepperoncini, Zwiebeln, Knoblauch… Alles frisch ! Weitere Gewürze sind nicht nötig…

Inzwischen sind die Muscheln gar :
Sie werden im Meer abgekühlt…

Danach aus der Schale geholt und anschließend für die Suppe kleingeschnippelt…

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Man kann sich kaum vorstellen, wie würzig und schmackhaft das ist. 5-Sterne-Küche !! Ich schwöre es.

Das Essen wird ausgiebigst am Strand im Schatten genossen..,

Danach fahre ich mit vier von den Jungs noch weiter.
Es ist Speerfischen geplant. Die Bäuche sind voll und nun wird für morgen vorgesorgt.

Das jedenfalls ist der Plan.

Nungut.

Tagesausklang :

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Auch nicht schlecht. Hundskopf-Thun. Der absolut perfekte Fisch für Sashimi……

Mal sehen, was wir morgen so anstellen werden.

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Angekommen…

Die Ruhe nach dem Sturm…

Gunnar – DU bist der Beste!!! Und ich muss dieses Bild nochmal aufgreifen!
Gäbe es einen Orden – DU hättest ihn verdient!
6.301,3 Seemeilen, 11.670 Kilometer, Durchschnitts-Etmal 122,95 oder 228 km pro Tag – 51 Tage und 6 Stunden… Wahnsinn!
Der erste Cocktail im Robinson Noonu geht auf mich!!! Ok, Cocktails sind im Robinson Noonu eh inklusive …aber feiern werden wir Dich…und zwar ordentlich!

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Malediven in Sicht!!

https://share.findmespot.com/shared/faces/viewspots.jsp?glId=0G2vWU55Yqh9KJq8R6N4SrqS7gd5clsJ3

48 Tage ist Gunnar jetzt schon Non-Stop unterwegs und endlich… endlich…Land äh Inseln in Sicht! Auf dem Link findmespot könnt Ihr Gunnar’s aktuelle Position sehen. Wir fliegen zwar erst am 02.10 los, aber die Koffer sind schon gepackt. Das Meiste davon ist wieder technisches Material für das Boot/Gunnar!
Zum Glück sind Lotta und ich auch mit wenig zufrieden …und Schuhe brauchen wir auf den Malediven eh nicht 🙂

Robinson Noonu …wir kommen (bald)!

Gunnar kämpft sich durch! Gegenstrom, Fischerboote ohne AIS, Flaute oder zu viel Wind -Parasailor rauf, Parasailor runter-  4-7 Meter hohe Wellen von der Seite, Tölpel die das Boot mit Ausscheidungen beglücken…
…aber auch traumhafte Sonnenaufgänge und auch wieder runter (-:
keine Erkältung, Sashimi von selbst geangelten Thuna`s, Golddoraden und was da sonst noch so schwimmt (ok. die bis zu 2 Metern langen Seeschlangen kommen natürlich nicht auf den Tisch auch die vielen Riesenschildkröten werden nur bestaunt)
… BALD…GANZ BALD…sitzen wir zusammen mit einem Cocktail im schönen Robinson Noonu…Kaum zu glauben… Wir freuen uns schon sehr!!!

Nach den ersten rauhen Tagen, die von einer zweitägigen Flaute gefolgt wurden, war die Reise in den letzten zwei Wochen recht angenehm bei nur mäßig bewegter See mit drei bis vier Windstärken.

Meist nahm der Wind dann allerdings zum Abend doch so zu, dass der tagsüber gesetzte Parasailor zur Nacht geborgen werden musste, und wir die Nacht nur unter der Genua segelten.

Das Seegebiet hier ist dabei von teilweise sehr starken Strömungen geprägt.

Zum Teil mussten wir daher in den letzten Tagen einen bis zu 50 Grad (!) vom Kartenkurs abweichenden Kompasskurs anhalten, um über Grund in Richtung unseres Zieles vorwärts zu kommen. Ohne GPS-Unterstützung wäre die Navigation hier sehr sehr anspruchsvoll… Auch so reicht es noch.

Viele Fischerboote auf unserem Kurs, sämtlich ohne AIS, machten dabei nachts ausserdem eine ständige Wachbereitschaft erforderlich.

Gestern war die erste Nacht seit einer Woche, die ohne jede Schiffs-Sichtung verging.

Noch vor ein paar Tagen wurde ich von einem Katamaran der australischen Küstenwache auf hoher See nahe bei passiert und über Funk gefragt, ob ich auf Christmas Island einen Landfall plane. Das verneinte ich. Die Überwachung der australischen Seegebiete ist hier wirklich lückenlos.

Momentan liegt nun Christmas Island und die Flying Fish Cove etwa 110 Seemeilen voraus. Wir werden die Insel in ca. 30 Meilen Abstand südlich passieren. Auf dem Weg von dort geht es dann 285 Grad, West-Nordwest weiter in Richtung Ulligam…

Bislang haben wir seit Vanuatu 3742,5 Seemeilen im Kielwasser.
5.9.2019, 09:32 Uhr.

Mal sehen, was noch kommt.

Meeresleuchten

Unterwegs kamen in den letzten 14 Tagen viele und häufig Delphine und auch mehrere sehr große, allerdings scheue Meeres-Schildkröten recht nah ans Boot. Immer eine schöne Abwechslung!

Auch ungebetenere Besucher, wie einige Male bis zu 2m lange, geringelt fette Seeschlangen, schwammen vorbei..

Etwas, das ich bislang noch überhaupt nicht erlebt hatte, ereignete sich allerdings vor drei Nächten…

Meeresleuchten!

Allgemein ist das zeitweilig auftretende, durch fluoreszierende kleinste Algen bei Berührung verursachte Aufleuchten von Gischt und Wasser in der Nacht ja bekannt. Das kann man selbst in Nord- und Ostsee bisweilen beobachten…

Je nach Intensität ein unheimlich beeindruckendes Schauspiel, wenn man nachts einen leuchtenden Schweif Fahrwasser hinter sich herzieht, oder Fische im Wasser wie Sternschnuppen aufleuchten…

So war es auch hier, südlich von Sumba, vor einigen Tagen. Abendliche schöne Spektakel…

Als ich in der mondlosen Nacht vom zweiten auf den dritten September allerdings gegen 23:00 Uhr nach draußen ging, da sah es komplett anders aus…

Das ruhige Meer leuchtete helltürkis gegen den dagegen schwarz wirkenden Himmel, an dem klar die Sterne und Milchstraße standen!

Es leuchtete tatsächlich von Horizont zu Horizont um mich herum hell wie eine Milchglasleuchte in fluoreszierendem Türkis, als hätte man unter Wasser eine Poolbeleuchtung eingeschaltet. Ohne Flimmern und Flackern.

Das Meer erhellte die Nacht wie eine riesige Lampe.

Ich fühlte mich total irreal… Man kann sich das Gefühl gar nicht vorstellen. Man steht an der Reling und das Gesicht wird vom Meer beleuchtet…

Dieses unvorstellbare Leuchten hielt die ganze Nacht an.

In der nächsten Nacht war es dann verschwunden.

Was das nun gewesen ist, davon habe ich absolut keine Ahnung.

Kleiner „Klugschnack“ von Deiner Frau:
Biolumineszenz von Lebewesen

Zunächst muss das Salzwasser tief, reich an Nährstoffen und geschützt sein. Und dann muss es eine hohe Konzentration von einem winzigen Einzeller geben, der Meeresleuchttierchen genannt wird und für die Beleuchtung sorgt. Chemische Prozesse führen dazu, dass die Organismen ruckartig Licht aussenden, welches das umliegende Wasser illuminiert.

Gunnar weiss natürlich wie Meeresleuchten entsteht.
Er schreibt gerade per Iridium-SMS:
Das sind ALLES KLUGSCHEISSER, DAS war ein WUNDER!
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Wie auch immer es entstanden ist, zwar 2 Tage zu früh – aber es war ein grosses, schönes Geschenk vom lieben Gott!
Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag, geliebter Papa, geliebter Ehemann!

 

 

Seit 30 Tagen auf See…

Heute morgen, als ich unsere Position und Etmal in das Logbuch eintrage, schreibe ich eine ‚144.0‘, darunter eine ’30‘ und mache einen Kreis darum…

Nun sind wir seit dem Ankeraufgehen in Port Vila, Vanuatu, dreißig Tage unterwegs. Orte mit exotischen Namen haben wir dabei in den letzten Tagen gesehen, beziehungsweise passiert.

Nach der Torres Straße und Überqueren der Arafura-See folgten Timor, Sumba und die Sumba Straße, Tombok, Bali und Djakarta, Bandung…

….. Als ich nun hier gerade unterhalb der Sumba Straße segele, höre ich im Cockpit Hermann Melvilles ‚MOBY DICK‘ als Hörbuch. Darin lief Kapitän Ahabs Schiff just in dem Moment auf der Suche nach dem weißen Wal an Bali vorbei Richtung Nordost in die Sumba Strait ein…….! Was für ein Zufall.